In einer Unterhaltung im Bekanntenkreis kam kürzlich das Gespräch auch auf die Stadt Trier in Rheinland-Pfalz.

Die an der Mosel gelegene Großstadt wurde in erster Linie bekannt durch seine zahlreichen römischen Bauwerke wie dem römischen Stadttor "Porta Nigra", den Dom aus dem 12.Jahrhundert, die Universität, als Stadt mit zahlreichen Wein- und Sektkeltereien, als Geburtsstadt von Karl Marx und, wie sollte es auf einer Motorsportseite anders sein, als Stadt des Deutschen Meisters 1961 und dreimaligen Dritten in der Deutschen Motorradrennsport - Meisterschaft

Hans-Günter Jäger

Da sich sein Todestag am 5. Mai 2009 zum siebenten mal jährt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mit ein paar wenigen Worten an diesen untadeligen Sportsmann und Rennsportenthusiasten zu erinnern.

Er gehörte zu jener Kategorie Sportler, für die Sport in erster Linie Freude bedeutete, zumal in einer Sportart, in der es auch sehr auf die Technik ankommt. Gerade das Letztere spielte in der Nachkriegszeit, den Beginn seiner Karriere, eine extrem wichtige Rolle. Seine technischen Kenntnisse und seine Begeisterung, gepaart mit seinen fahrerischen Talent brachten ihm in seinen ersten beiden Rennjahren - 1948 und 1949 - 6 Siege ein und damit den Aufstieg in die Lizenzklasse.

Allerdings waren die Kontrahenten nun von anderen Kaliber. Doch es reichte noch immer zu "Top-Ten" Plätzen, was man in der heutigen Zeit wie selbstverständlich als Erfolg feiert. Als ab 1951 deutsche Rennfahrer auch wieder im Ausland starten durften (bis dato bestand noch die "Kriegs-Blockade), gab es für den Trierer noch zusätzliche Startmöglichkeiten in Belgien, Frankreich und Holland. Seine Rennfahrzeuge waren in der Halbliterklasse eine Norton und in der 350 ccm Klasse eine AJS. Damit stellten sich natürlich auch Erfolge ein (siehe Foto unten).



Keine Frage, nun mußte als nächstes eine BMW RS her (siehe Foto oben rechts). Alle seine Konkurrenten jener Tage wie Ernst Hiller, Ernst Riedelbauch, Alois Huber, usw. waren mit der seinerzeit für Privatfahrer besten Maschine unterwegs und erfolgreich. Mit drei dritten Plätzen in der Deutschen Meisterschaft der 500 ccm Klasse wurde die Richtigkeit seines Umstiegs auf die BMW-RS bestätigt und als Höhepunkt in der Karriere des Trierers folgte 1961 der Deutsche Meistertitel.

Die echten Rennsportfreunde werden Hans-Günter Jäger in ewiger Erinnerung behalten.



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