Hugh Anderson
Jubiläum eines“KIWI“´s
Text: Frank Bischoff Fotos: Hugh Anderson / Frank Bischoff / Rolf Eggersdorfer

Hugh immer freundlich Wenn ein Mann in nur 3 Jahren 4 mal Weltmeister wurde sowie zwischen 1960 und 1966 48 mal auf dem Siegerpodest von 17 WM-Rennstrecken in 13 Ländern gestanden hat (25 Siege - davon 18 mit den schnellsten Runden, 12 zweite und 11 dritte Plätze), dann gehört er ohne jeden Zweifel zu den ganz Großen seiner „Zunft“. Es ist kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist – er wird 75! Dazu gratulieren wir ihm ganz herzlich und wünschen ihm noch viele gute Jahre mit seiner Frau Janny, seinen Kindern und Enkelkindern sowie Freunden in Neuseeland und weltweit.
Hugh in jungen JahrenHugh Anderson wurde am 18. Januar 1936 im neuseeländischen Hamilton geboren. Sein Vater starb im 2.Weltkrieg, und der zweite Mann seiner Mutter war es, der das Interesse an Motorrädern in ihm weckte. Gemeinsam mit seinem Stiefbruder, dem einige Motorräder gehörten, besuchte er ab 1947 die Rennen in ganz Neuseeland. Und Motorräder sollten seine große Leidenschaft werden.

Schon 1949 – dreizehnjährig - besaß er eine 500er Triumph „Speed Twin“. Mit  dieser – mitunter seinen Hund auf dem Tank und einen Freund auf dem Sozius – machte er den Ort „unsicher“. Seine Fahrten zur Schule waren dabei gar nicht im Sinne der Lehrerschaft!
Hugh in Neuseeland An eine Rennkarriere durfte er aber vorerst bestenfalls nur denken. Das Alterslimit lag damals bei 16 Jahren - aber genau nach dessen Erreichung fuhr er 1952 mit einer Francis-Barnett – ausgerüstet mit Villiers-Motor - sein erstes Rennen, die „Miniature T.T.“. Es war eines der in Neuseeland üblichen Grasrennen, dessen Streckenverlauf mit Links- und Rechts-Kurven sowie langen Geraden dem eines Straßenrennkurses sehr ähnlich war. Hugh selbst bewertet diese Art des Rennens als „ein sehr gutes Training für Straßenrennen“. Typisch für den Erfolgsmenschen Anderson: er siegte an diesem Tag in jedem Lauf, an dem er teilnahm. Übrigens: das notwendige Geld fiel ihm nicht in den Schoß; so arbeitete er im noch jugendlichen Alter z.B. in den Kohleminen der Umgebung (man stelle sich vor, einer der gehätschelten „Jungstars“ von heute müsste so Geld verdienen!!!). Mit 18 gewann er den nationalen 250 ccm-Grasbahn-Titel , 1955 folgte sein erster Sieg in einem Straßenrennen, und mit 20 wurde er in der Kategorie Straßen-Speedway neuseeländischer Juniorenmeister.

Nach einer Siegesserie in den Clubman-Rennen (prinzipiell den damaligen deutschen Junioren- bzw. Ausweis-Klassen gleichzusetzen) stieg Hugh zu den „Senioren“ auf. Seine Kontrahenten auf nationaler Ebene in den späten 1950er Jahren waren u.a. Rod Coleman und John Hempleman. Rod hatte seine beste Zeit Mitte der 1950er Jahre als AJS-Werksfahrer, wobei der Junior-Sieg in der Isle-of-Man-T.T. 1954 zweifellos den Höhepunkt darstellte. John gehörte zur absoluten Elite der Privatfahrer Ende der 1950er; ein Werksvertrag – in seinem Falle mit MZ - war 1960 die logische Konsequenz.

Nachdem Hugh seine BSA-Goldstar mit einer Bremse der AJS 7R (bekannt als „Boy Racer“) ausgerüstet hatte, siegte er bei der „New Zealand T.T.“ 1959 in der 350 ccm Klasse mit Rundenrekord und überließ dem auch in Europa bereits sehr erfolgreichen John Hempleman den Halblitersieg mit nur 3 Sekunden Differenz. Dieser und weitere analoge Erfolge ließen den Entschluß reifen, sich für den Weg in die „große Rennwelt“ – damals hieß das ausschließlich Europa – „aufzurüsten“. Mit einer AJS 7R und einer Norton Manx kaufte er sich Motorräder, die für einen Privatfahrer dieser Zeit das Beste waren.

Dass Fahrer aus Ländern des britischen Commonwealth ihre erste europäische „Basis“ in Großbritannien hatten, war absolut normal. Prominente Beispiele dafür waren Keith Campbell, Jim Redman, Paddy Driver, Tom Phillis, Bob Brown und Gary Hocking. Sprache und Mentalität harmonierten, außerdem bestanden (und bestehen noch heute) verwandtschaftliche und andere traditionelle Verbindungen. Und so bezog Hugh Anfang 1960 bei Alan Baites in Belvery (Grafschaft Kent) Quartier.
bei der Isle of Man TT Nach einem 500-ccm-Sieg im nicht zur WM zählenden „Premio Madrid“ fuhr er seinen ersten WM-Lauf, den Grand Prix von Frankreich in Clermont-Ferrand. Für den Auftakt war der 7.Platz in der Halbliter-Kategorie sehr beachtlich.

Die Vorzeichen für seinen ersten Start im „Mekka des Motorradrennsports“ – zur T.T. auf der Isle of Man – waren allerdings nicht gut. (rechtes Bild 1965 bei Ramsey Hairpin mit der Suzuki) Gemeinsam mit seinem Bruder Gordon erreichte er Douglas ohne den Transporter, der aufgrund eines Defektes zur Reparatur in einer Werkstatt gelassen werden musste. Die Motorräder waren deshalb auf dem Bahntransport und kamen verspätet auf der Insel an. Das Resultat: Hugh verpasste einige, besonders auf dem T.T.-Mountain-Kurs wichtige Trainingsläufe. Und als die 500er Norton Manx schließlich zur Verfügung stand, gab ein Auslass-Ventil den Geist auf. Die Brüder Anderson waren in echten Schwierigkeiten, und die Chancen auf ein weiteres Training geschweige denn auf die Teilnahme am Rennen tendierten gegen Null.

Aber da das Glück ja bekanntermaßen nur dem Tüchtigen treu ist, kam einige Stunden später die unverhoffte Lösung. Der neuseeländische AJS-Importeur Percy Coleman hatte Hugh´s fahrerische Qualitäten während des „Hutchinson 100“ in Silverstone erkannt und bot ihm an, eine seiner 7R zu fahren. Hugh vergaß das diesem Mann nie, sie waren Freunde bis zu Percy´s Lebensende

Eine weitere „landsmannschaftliche“ Hilfe gab ihm John Hempleman, der mit der T.T. bereits vertraut war. Gemeinsam mit Hugh umrundete er den Kurs in seinem Van und gab dem T.T.-Neuling sehr wertvolle Hinweise. Hugh notierte alles akribisch (während seiner Rennzeit galt er als einer der besten Analytiker). Das Resultat: er war Trainings-Vierter, und das nach nur 12 absolvierten Runden auf dem längsten und kompliziertesten Rennkurs der Welt.

Leider verließ ihn das Glück im Rennen; in der Nähe des Streckenpunktes „Bishops Court“ brachen an der AJS zwei Ventilfedern (ein Problem, das ihn die gesamte Saison 1960 begleitete).Damit war das Rennen für ihn zu Ende. Und die Nockenwelle der in Windeseile wiederhergestellten 500er Norton Manx versagte leider auch ihren Dienst. Keine Plätze, keine Punkte, keine Replicas – aber eine Menge an gewonnener Erfahrung, das war das Ergebnis seiner ersten T.T..

Doch bereits in seinem vierten WM-Lauf, dem Ulster GP, betrat er das Siegerpodest als 3. der 350er Klasse. Dieser und ein 6. Platz in Monza ergaben einen guten 7. WM-Gesamtrang.



Als Sieger am Sachsenring 1963 vor Alan Shepherd (GB) und Bert Schneider (A)

Zu Beginn der Saison 1961 erzielte er sehr gute Resultate in den damals im Verhältnis zu den WM-Läufen noch finanziell besser dotierten internationalen Rennen (Siege in Salzburg, St.Wendel, Tubbergen).

Nach dem Rennen in Tubbergen, das unmittelbar vor der Dutch T.T. stattfand, musste er infolge von Problemen das Getriebe seiner Norton auseinandernehmen. Der Zusammenbau dauerte länger als geplant, und so kam Hugh verspätet in Assen an. Er stand wieder unter Druck, und so kam, was kommen mußte. In der Anfangsphase des 350er Rennens duellierte er sich mit den Bianchis von McIntyre und Brambilla sowie mit Phil Read. Das gewählte Risiko war aber wohl zu hoch, er stürzte schwer. Das Resultat: ein Schädelbruch mit kompletter Eingipsung im Krankenhaus. Und wieder kommt ein Sprichwort zum Tragen: Jede Sache hat zwei Seiten. Die gute: er lernte die Krankenschwester Janny kennen. Auch als Patient muß Hugh überzeugend gewesen sein – Janny wurde Mrs. Anderson!

Spa-Francorchamps und den Sachsenring musste er auslassen, aber in Nordirland zum Ulster GP war er wieder dabei. Ein geborstenes unteres Pleuellager an der 350er verhinderte allerdings eine Plazierung. Diese – sein einziger WM-Punkt 1961 – erreichte er mit einem 6.Platz in Monza auf der 350 ccm Norton.

Zurückgekehrt nach Neuseeland, gewann er dort – wie schon 1960 - alle Rennen, an denen er teilnahm.
Suzuki-Werksteam

Die absolute Trendwende kam 1962. Die japanischen Suzuki-Werke – schon 1961 mit allerdings geringem Erfolg im „Continental Circus“ tätig - hatten dank der technischen Kenntnisse des „herübergewechselten“ Ernst Degner einen riesigen Qualitätssprung vollzogen. Degner – von Hugh als sehr kameradschaftlich und hilfsbereit charakterisiert – war zweifellos auch ein erstklassiger Rennfahrer. Er gewann für Suzuki den erstmals ausgefahrenen WM-Titel der 50 ccm-Klasse und wurde damit erster Zweitakt-Weltmeister der Renngeschichte.

Doch die Japaner suchten weitere Weltklasseleute, die ihnen bei der Durchsetzung ihrer anspruchsvollen Vorhaben helfen sollten (Foto oben: Hugh Anderson, Ernst Degner und Frank Perris).

Shell bot Hugh einen Vertrag an , was sich als äußerst wichtig für die weitere Entwicklung erweisen sollte. Der Shell-Manager Lew Ellis hatte Hugh in diesem Zusammenhang die Vermittlung eines Werksvertrages mit einer der von Shell ebenfalls unterstützten Firmen MZ, Bianchi oder Suzuki zugesagt. Aus der Verbindung Suzuki-Shell resultierte dann die „Ehe“ Suzuki-Hugh Anderson, geschlossen in Lew Ellis´ Auto in der Suzuki-Garage auf der Isle of Man!

Seinen ersten Suzuki- und damit Zweitakt-WM-Punkt holte Hugh am 15.Juli 1962 auf der Solitude mit der 125 ccm-Maschine (6.Platz,), das erste „Suzuki-Podium“ erlebte er nach dem 50-ccm-Rennen am 19.August als 3. auf dem Sachsenring (Foto unten: Mitsuo Itoh, Jan Huberts, Hugh Anderson).
Sachsenring 1962 Nachdem der für 1961 geplante erste Start hinter dem „Eisernen Vorhang“ den Folgen des bereits genannten Assen-Sturzes zum Opfer gefallen war, nahm er 1962 auch mit seiner Norton am 500er- Rennen auf dem Sachsenring teil. Fazit: in der 14. von 16 Runden fiel er aus – an 6. und damit punktbringender Position.

Den endgültigen Beweis, dass Suzuki mit ihm eine erstklassige Wahl getroffen hatte, erbrachte der Neuseeländer am 14.Oktober 1962 in Argentinien, wo er mit den jeweils ersten Plätzen in der „Schnapsglas“- als auch in der Achtelliterklasse seine beiden ersten GP-Siege an einem Tag feierte.. Bei den 50ern ließ er dabei sogar seinen Stallgefährten und Weltmeister Ernst Degner hinter sich.

Die Beschreibung der gesamten Erfolgsgeschichte Hugh Anderson+Suzuki würde den Rahmen dieses Beitrages bei weitem sprengen. Deshalb im Folgenden die Zusammenfassung des Wesentlichsten.

1963 wurde Hugh Doppelweltmeister in den beiden kleinen Klassen. Den Titel in der 50er- Kategorie gewann er nochmals 1964, den der Achtelliter 1965.

Zwei seiner insgesamt 17 Siege in der 125 ccm-Klasse holte er sich 1963 und 1964 auf dem Sachsenring. Der letztgenannte Sieg zählt zweifellos zu seinen wertvollsten, denn er distanzierte den späteren Weltmeister Luigi Taveri und dessen Stallgefährten Jim Redman auf den in jener Saison überlegenen Hondas um etwa 20 Sekunden.

auf Siegesfahrt Die größte Dominanz erreichte er 1965 in der 125 ccm-Klasse - 7 Siege in 12 Läufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre die Zahl der Siege noch höher gewesen; aber einem „Ausflug zu seiner zweiten Liebe“, dem Motocross, musste er schmerzlichen Tribut zollen. Eine dabei erlittene Verletzung hinderte ihn am Start in Sachsen. Und in Brünn, wo der CSSR-GP erstmals als WM-Lauf stattfand, war er auch noch nicht wieder richtig fit; sein verletztes Bein war mit einer speziellen Schiene versehen worden. Obwohl er das Rennen souverän anführte, zeugte ein für ihn ungewöhnlicher Sturz doch von der gesundheitlichen Beeinträchtigung. In Ulster, wo Ernst Degner seinen letzten Grand Prix gewann, „streikte“ Hugh´s Suzuki, doch die letzten 3 WM-Läufe in Imatra, Monza und Suzuka.gewann er wieder. In Finnland trennten ihn im Ziel nur 4/10 sec von seinem Stallgefährten und einzigen WM-Rivalen Frank Perris. Aber in Monza gelang ihm im Regen das Kunststück, das gesamte Feld einschließlich des zweitplazierten Frank Perris zu überrunden! Honda setzte in Suzuka erstmals die neuen 5-Zylinder-Maschinen ein (die dann 1966 dominierten), aber Hugh ließ Taveri und Bryans keine Chance.
Zum Sachsenring hat Hugh folgende Meinung:
"Obwohl mein „Heim-GP“ in Assen und die Isle of Man-T.T. mich auch begeisterten, war der Sachsenring die von mir favorisierte Rennstrecke. Diese Kombination von sehr schnellen und langsameren Kurven - insbesondere durch den Ort - in Abwechslung mit schnellen Geraden und langen Abfahrten lag mir sehr gut. Es liegt außerdem in meiner Natur, dass meine Leistung immer besonders gut ist , wenn die Gesamtatmosphäre stimmt. Je mehr Zuschauer da waren – und am Sachsenring waren das ja immer 200 000 und mehr absolut Begeisterte und Sachkundige - desto härter konnte ich arbeiten und schneller fahren. Diese Atmosphäre schien mich zu befreien von Zwang, Spannung und Druck!“.

Als Mensch, der aus einem so weiten und freien Land wie Neuseeland kommt, war ihm allerdings zwangsläufig so manches, was er im „Osten“ feststellte,absolut unverständlich und fremd. Das hinderte ihn aber nicht, folgende Episode aus den Tagen des Sachsenring-GP 1966 objektiv zu schildern:
"Während des Trainings war es notwendig geworden, die Zylinder an meiner 125er zu wechseln. Nun mussten wir testen, wie viel Treibstoff ich brauchen würde und die Vergaser entsprechend einstellen.
Ich sagte, wir fahren zu diesem Zweck zur Autobahn
(diese war damals zur Rennzeit zwischen den Abfahrten Wüstenbrand und Hohenstein als Tribünen- und Parkfläche für den Durchgangsverkehr immer voll gesperrt – man stelle sich das heute vor!!). Aber die Japaner waren beunruhigt. Doch ich konnte ihre Bedenken zerstreuen. Wir transportierten das Motorrad dorthin und wärmten es auf. Dann fuhr ich auf und ab. Sehr schnell erschien die Polizei, die Japaner wurden sehr nervös. Aber ich sprach mit dem Hauptmann, weshalb wir da seien – er verstand und akzeptierte es. Umgehend wurde ein als Parkfläche vorgesehener Abschnitt gesperrt, und ich konnte den Test für 30 Minuten ungestört durchführen. In Japan z.B. wäre so etwas unmöglich gewesen; die diesbezüglichen Regeln sind dort sehr streng. Aber am Sachsenring war das eben anders“.
Diese Mühe trug leider keine Früchte – während des Rennens versagten die Kerzen ihren Dienst. Der notwendige Boxenstop verhinderte einen guten Platz, Hugh wurde mit 1 Runde Rückstand 17.
auf Siegesfahrt Die Saison 1966 ist schnell abgehandelt. Osamu Suzuki war gestorben, und – wie Jahre später bei MV-Agusta nach dem Tod von Conte Domenico Agusta – war nichts mehr wie vorher. Zudem hatte Hugh bereits konkrete Motocross-Pläne.

Mit Hans-Georg Anscheidt, der durch das Ende der Kreidler-Rennaktivitäten ohne Rennstall war, und Yoshimi Katayama waren neue Fahrer in das Team gekommen. Anscheidts Verpflichtung hatte den konkreten Hintergrund, den 50-ccm-Titel von Honda zurückzuholen; bekanntermaßen tat er das auch. Vier 3. und zwei 4. Plätze brachten Hugh Anderson am Saisonende den 4.WM-Platz 50 ccm. Bei den Achtellitern ergaben je ein 3.und 5. Rang sowie drei 4.Plätze die für einen solchen Könner wie ihn unbefriedigende 5.WM-Gesamtposition.

Der logisch gewordene Rücktritt vom Straßenrennsport bedeutete aber nicht das Ende von Hugh´s Rennkarriere. Er wurde der erste Suzuki-Motocross-Werksfahrer und betätigte sich mit Erfolg an der Entwicklung der Maschine, mit der später Roger de Coster und Joel Robert Weltmeister wurden.

Da die Familie Anderson mittlerweile 4 Personen umfasste – Tochter Caroline und Sohn Hugh waren geboren worden, später kam Tochter Michelle dazu – trug er diesem Umstand Rechnung und beschränkte seine Aktivitäten nur noch auf Frankreich. Mit einer privaten CZ hatte er dabei viel Erfolg.

Ende 1969 kehrte die Familie nach Neuseeland zurück.. Nach weiteren 3 Jahren aktiven Rennsportes (im Alter von 37 Jahren wurde er noch neuseeländischer Meister in den Klassen bis 250 und 500 ccm) zwangen ihn Knieprobleme zum Aufhören. Aus dem Weltklasse-Rennfahrer wurde ein ebenso erfolgreicher Geschäftsmann; u.a. war er als Immobilienhändler tätig. Und durch die (erstklassige) Restaurierung klassischer Motorräder ist er „seinem“ Metier ebenfalls immer nahe.

Hugh Anderson mit Bert Schneider (oben links) und dem Autor dieser Zeilen 1998 in Assen
und zu Besuch in "Old England" beim befreundeten Ehepaar Laurie Shephard.

Der Rennsport hat ihn nie losgelassen, zumal die Classic-Szene immer populärer wurde. Ganz gewiß war es auch für Hugh ein Höhepunkt, während der „Centennial Classic T.T.“ im Mai 1998 in Assen sehr viele Fahrer und Freunde aus seiner aktiven Zeit wiederzusehen. Auch der Autor hatte das Glück, ihn dort zu treffen. Es war ein Erlebnis, das sich hoffentlich anlässlich des 80-jährigen bzw. 100-jährigen Jubiläums des Sachsenringes und der Isle-of-Man T.-T. 2007 wiederholen wird.

Hugh Anderson heute "auf großer Fahrt" mit Enkeltochter

Hugh´s WM-Resultate zurück